Für Betriebe mit 1 bis 20 Mitarbeitern
Handwerksbetrieb digitalisieren: in fünf Schritten vom Zettel zum System
Sie arbeiten noch mit Papier und Tabellen? Dann müssen Sie nicht alles auf einmal umstellen. Fangen Sie dort an, wo der Zettel Sie am meisten Zeit kostet: bei Angeboten, Aufträgen, Zeiten, Rechnungen oder Ihrer Website.

Die Reihenfolge
Fünf Schritte vom Zettel zum System
Jeder Schritt steht für sich und lässt sich einzeln angehen. Aufwand und Nutzen beschreiben wir ohne Zahlenversprechen, weil beides vom Betrieb abhängt.
-
Schritt 1: Angebote: aus Bausteinen statt jedes Mal neu
Heute entsteht jedes Angebot neu im Textprogramm oder auf Papier. Die Preise stehen im Kopf oder in alten Dateien.
So geht es: Sie erfassen Ihre häufigsten Leistungen einmal mit Text, Einheit und Preis. Angebote setzen Sie danach aus diesen Bausteinen zusammen.
- Aufwand
- Überschaubar. Sie tragen Leistungen und Preise einmal zusammen. Die Kalkulation dahinter sollten Sie vorher kennen.
- Nutzen
- Angebote sehen einheitlich aus, die Preise passen zu Ihrer Kalkulation, und ein altes Angebot ist schnell wiedergefunden.
-
Schritt 2: Aufträge: eine Liste statt Haftnotizen
Aufträge stehen auf Haftnotizen, im Kalender und in Nachrichten. Den ganzen Stand kennt nur, wer gerade im Büro sitzt.
So geht es: Jeder Auftrag bekommt einen Eintrag mit Kunde, Adresse, Leistung, Termin und Status.
- Aufwand
- Mittel. Sie übernehmen Ihre Kundendaten und legen mit dem Team fest, wer was einträgt.
- Nutzen
- Alle sehen denselben Stand, im Büro wie auf der Baustelle. Das spart Rückfragen per Telefon.

-
Schritt 3: Zeiten: Stunden gleich beim Auftrag erfassen
Der Stundenzettel wird am Freitag aus der Erinnerung ausgefüllt.
So geht es: Das Team trägt Arbeitszeiten pro Auftrag ein, am Handy oder im Büro.
- Aufwand
- Mittel. Technisch ist das wenig; entscheidend ist eine feste Regel im Team, wann eingetragen wird. Rechtliche Vorgaben zur Arbeitszeiterfassung klären Sie mit Ihrer Beratung.
- Nutzen
- Die Stunden landen vollständig auf der Rechnung, und nach dem Auftrag sehen Sie, ob die Kalkulation gestimmt hat.
-
Schritt 4: Rechnungen: aus Auftrag und Zeiten erstellen
Rechnungen entstehen Wochen später aus Notizen, und niemand weiß genau, was noch offen ist.
So geht es: Die Rechnung entsteht aus Angebot, Auftrag und erfassten Stunden. Offene Rechnungen sind auf einen Blick sichtbar.
- Aufwand
- Mittel. Pflichtangaben, Nummernkreis und Aufbewahrung stimmen Sie mit Ihrer Steuerberatung ab; diese Seite ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
- Nutzen
- Rechnungen gehen zeitnah raus, und Sie sehen, welche noch nicht bezahlt sind.
-
Schritt 5: Website: gefunden werden und erreichbar sein
Interessenten erfahren nur über Empfehlungen von Ihrem Betrieb und rufen an, ohne zu wissen, ob Sie die Arbeit überhaupt übernehmen.
So geht es: Eine eigene Website zeigt Ihre Leistungen und Ihr Einzugsgebiet und bietet einen festen Kontaktweg.
- Aufwand
- Gering bis mittel, wenn Leistungen, Einzugsgebiet und einige echte Fotos Ihrer Arbeit vorliegen.
- Nutzen
- Interessenten prüfen vorab, ob Sie passen, und melden sich über einen festen Weg.
Wo fangen Sie an? Dauern Angebote zu lange, beginnen Sie mit Schritt 1. Fehlen Stunden auf der Rechnung, starten Sie mit Schritt 3. Findet Sie niemand, ist Schritt 5 der richtige Anfang. Die Reihenfolge ist keine Pflicht.
Die Kurzfassung für Plakat und Anzeige finden Sie unter Zettelwirtschaft ade. Eine Checkliste für den Vergleich von Programmen steht auf der Seite Handwerkersoftware für Kleinbetriebe.
Zum Ausprobieren
Rechnen Sie nach, bevor Sie bestellen
Rechner für den Alltag auf der Baustelle. Die Formel steht jeweils sichtbar auf der Seite, sodass Sie jeden Wert nachprüfen können.

- Farbbedarf berechnen Wandfläche abzüglich Fenster und Türen: Liter und Gebinde.
- Gefälle berechnen Höhenunterschied und Länge in Prozent und Grad, auch umgekehrt.
- Dachfläche berechnen Grundfläche und Neigung für Sattel- und Pultdach.
- Alle sechs Rechner nach Gewerk Dazu Treppe, Kubikmeter und Spannungsfall, jeweils mit Formel und Skizze.
Aus dem Blog
Neu im Blog
-
Zettelwirtschaft beenden: fünf Schritte, die wirklich funktionieren
Angebote, Aufträge, Zeiten, Rechnungen und Anfragen vom Papier ins System: fünf Schritte mit Beispielen, Teamregeln und den rechtlichen Punkten.
-
Treppe planen: die Schrittmaßregel einfach erklärt
Steigung, Auftritt und Lauflänge: So planen Sie eine Treppe mit der Schrittmaßregel, prüfen die Grenzmaße der DIN 18065 und die Kopfhöhe.
-
Gefälle messen: Warum Prozent und Grad nicht dasselbe sind
Prozent, Grad oder 1 : n? So messen Sie ein Gefälle richtig, rechnen alle Angaben um und vermeiden den häufigen Fehler mit der Schräglänge.
Schritt 5 zuerst? Fordern Sie einen Website-Entwurf an.
Eine eigene Website ist der Schritt, den Ihre Kunden als Erstes sehen. Die Schaltfläche führt Sie zur Kontaktseite von webseite-mit-ki-erstellen.de, einem Angebot der Cortexion GmbH.